Projektbeschreibung Das Projekt „Digitale Transformation des öffentlichen Beschaffungswesens“

Die OECD unterstützt die österreichische Bundesregierung bei der Verbesserung der Effizienz und Wirksamkeit des öffentlichen Beschaffungswesens durch das von der Europäischen Kommission finanzierte Projekt „Digitale Transformation des öffentlichen Beschaffungswesens“. Ziel des Projekts ist es, evidenzbasierte Empfehlungen für die digitale Transformation des öffentlichen Beschaffungswesens in Österreich zu entwickeln. Es soll dem öffentlichen als auch dem privaten Sektor durch die Straffung, Integration und Verbesserung der Beschaffungsprozesse zugutekommen.

Die digitale Transformation umfasst ein Umdenken im Lebenszyklus des öffentlichen Beschaffungswesens, die Integration digitaler Technologien in jede Phase und die Verankerung einer „Digital-First“-Denkweise. Dies erfordert die Optimierung von Arbeitsabläufen, die Entwicklung neuer Mehrwertdienste und die Neugestaltung von Prozessen, von der Marktbearbeitung vor der Ausschreibung bis zum Vertragsmanagement. Außerdem soll es eine verbesserte Koordination und Kommunikation zwischen den Beteiligten ermöglichen, Routineaufgaben automatisieren, unnötige Dokumentation eliminieren und den Verwaltungsaufwand reduzieren. Die digitale Transformation umfasst auch innovative und neue Technologien wie KI, um Arbeitsabläufe zu optimieren, die Effizienz zu steigern und datengestützte Entscheidungen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt dieser Transformation steht die Fähigkeit, hochwertige Daten effektiv zu sammeln und zu nutzen, um Entscheidungen zu untermauern und Effizienzsteigerungen zu erzielen.

Das Projekt läuft von September 2025 bis September 2027. Es beginnt mit der Erstellung eines Bestandsberichts, in dem die derzeitige Nutzung digitaler Technologien im öffentlichen Beschaffungswesen Österreichs bewertet, Stärken hervorgehoben und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Auf diesen Bericht folgt eine technische Studie, in der die Machbarkeit der vorgeschlagenen Ansätze oder Lösungen für die digitale Transformation bewertet wird, wobei der Schwerpunkt auf der Steigerung der Wirksamkeit und Effizienz der öffentlichen Beschaffungspraxis liegt. Schließlich wird eine vorgeschlagene Umsetzungsstrategie entwickelt, die Empfehlungen zu Faktoren wie Governance-Strukturen und Enabler zur Unterstützung der digitalen Transformation Österreichs enthält.

Die Einbindung der Interessengruppen wird für den Erfolg des Projekts von entscheidender Bedeutung sein. Ein nutzerorientierter Ansatz, der die Bedürfnisse der öffentlichen Auftraggeber, zentralen Beschaffungsstellen und Wirtschaftsteilnehmer in den Vordergrund stellt, ist erforderlich, um sicherzustellen, dass die digitale Transformation praktischen Zwecken dient und nicht Selbstzweck ist. Das Verständnis der aktuellen Nutzung digitaler Technologien und der laufenden und geplanten Initiativen verschiedener Akteure sowie ihrer Bedürfnisse und Ambitionen ist entscheidend für die Ermittlung der passenden Möglichkeiten. Das Projekt bietet Interessengruppen aus dem öffentlichen und privaten Sektor die Möglichkeit, ihre Perspektiven und Erkenntnisse in Interviews, Umfragen und Workshops auszutauschen.