Broda-Gedenken: Justizministerin Sporrer würdigt Amtsvorgänger als Architekten des modernen österreichischen Rechtsstaats
Kranzniederlegung am Wiener Zentralfriedhof zum 110. Geburtstag des großen Justizreformers
Christian Broda, der die österreichische Justizlandschaft über fast zwei Jahrzehnte maßgeblich prägte, wäre am heutigen 12. März 2026 110 Jahre alt geworden. Wie bereits in der Vergangenheit würdigte das Bundesministerium für Justiz seinen unermüdlichen Einsatz für Humanismus, Demokratie und soziale Gerechtigkeit und lud Weggefährt:innen, Vertreter:innen der Rechtsberufe sowie Repräsentant:innen des öffentlichen Lebens zu einem gemeinsamen Gedenken an seine letzte Ruhestätte ein.
In Vertretung von Bundesministerin für Justiz Dr.in Anna Sporrer legte Sektionschef Dr. Alexander Pirker einen Kranz nieder. Die Zeremonie zeigt die fortdauernde Relevanz der Broda’schen Reformen, die bis heute das Fundament des österreichischen Rechtsstaates bilden.
Brodas Vermächtnis
Das Wirken Christian Brodas ist untrennbar mit der Modernisierung des österreichischen Rechtssystems verbunden. In seiner neunzehnjährigen Amtszeit initiierte und vollzog er fundamentale Reformen, darunter die umfassende Neugestaltung des Strafgesetzbuches, sowie tiefgreifende Änderungen des Familien-, Medien- und Sachwalterrechts. Besonders hervorzuheben ist sein rechtspolitisches Engagement für die endgültige Abschaffung der Todesstrafe im Jahr 1968 sowie die Durchsetzung der Fristenregelung, welche einen Meilenstein für die Rechte der Frauen in Österreich markierte. Sein Leitmotiv „Helfen statt Strafen“ prägt die österreichische Strafvollzugsphilosophie und das System der Resozialisierung bis in die Gegenwart.
Auch Justizministerin Anna Sporrer würdigte Ihren Amtsvorgänger anlässlich seines 110. Geburtstages:
„Christian Broda hat uns gelehrt, dass ein moderner Rechtsstaat niemals statisch sein darf, sondern sich stets am humanistischen Fortschritt messen lassen muss. Sein Vermächtnis ist uns Auftrag und Mahnung zugleich: Es gibt keine Demokratie ohne den Rechtsstaat, und es gibt keinen Rechtsstaat ohne die Demokratie. Dabei muss stets der Mensch im Mittelpunkt stehen. In diesem Geiste führen wir die notwendigen Reformen fort, um die Unabhängigkeit und das Vertrauen in unsere Justiz für die kommenden Generationen abzusichern“
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Justiz
Magdalena Stern
Pressesprecherin der Justizministerin
Telefon: 0676/8989 123 20
E-Mail: magdalena.stern@bmj.gv.at