Elektronisch überwachter Hausarrest: Resozialisierung im digitalen Zeitalter

Eine Bilanz nach 15 Jahren

Am 20. Mai fand im Bundesministerium für Justiz ein Pressegespräch zum Thema „Elektronisch überwachter Hausarrest: Resozialisierung im digitalen Zeitalter – eine Bilanz nach 15 Jahren“ statt.

Den zahlreich erschienenen Medienvertreter:innen standen dabei folgende Expert:innen für Einblicke und Hintergrundinformationen zur Verfügung:

  • Ministerialrat David Klingbacher, BA MA, Abteilungsleiter II 3
  • Chefinspektor Karl Peinhart, Leiter der Überwachungszentrale
  • MMag.a Dr.in Dina Nachbaur, Geschäftsführerin des Vereins NEUSTART

Im Rahmen des Pressegesprächs wurden sowohl Zahlen, Daten und Fakten als auch die praktische Umsetzung dieser besonderen Form des Strafvollzugs präsentiert. Vorgestellt wurden unter anderem die Funktionsweise der GPS-Fußfessel, die Fußfessel selbst sowie Alkoholüberprüfungsgeräte.

Der elektronisch überwachte Hausarrest hat sich in den vergangenen 15 Jahren als erfolgreiches Modell eines modernen Strafvollzugs etabliert, bei dem die Resozialisierung der Straftäter:innen im Mittelpunkt steht. Unter Wahrung der Sicherheit der Bevölkerung und der Strafvollzugszwecke ermöglicht diese Vollzugsform sozial integrierten Strafgefangenen den Vollzug ihrer Freiheitsstrafe ohne jene negativen Begleiterscheinungen einer Haft, wie etwa den Verlust des Arbeitsplatzes. Gleichzeitig trägt der elektronisch überwachte Hausarrest auch zu einem ressourcenschonenden Strafvollzug bei.

Einen besonders persönlichen Einblick bot der Erfahrungsbericht eines ehemaligen Insassen des elektronisch überwachten Hausarrests, der in einem kurzen Interview über seine Erfahrungen sowie die Bedeutung dieser Vollzugsform für seine Resozialisierung berichtete.

Der Pressetermin wurde vom BMJ in Kooperation mit der Generaldirektion und NEUSTART geplant, koordiniert und umgesetzt. 

Pressegespräch eüH
Foto: BMJ/Bernhart