ATHLETA meets YOUTH

Spitzensport als Brücke zur Resozialisierung

Unter dem Motto „ATHLETA meets YOUTH“ fand am 7. Juli 2026 in der Sonderanstalt für den Jugendvollzug Wien-Münnichplatz ein besonderes Sportevent statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand nicht nur die gemeinsame Bewegung, sondern vor allem der Austausch zwischen inhaftierten Jugendlichen und Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern von Justiz ATHLETA. 

Ziel war es, den Jugendlichen neue Perspektiven aufzuzeigen und die Bedeutung von Disziplin, Respekt, Teamgeist und Durchhaltevermögen erlebbar zu machen – Werte, die sowohl im Sport als auch auf dem Weg der Resozialisierung eine entscheidende Rolle spielen.

An verschiedenen Stationen gaben die Athletinnen und Athleten spannende Einblicke in ihre Sportarten und luden die Jugendlichen ein, selbst aktiv zu werden. Mit großem Engagement vermittelten sie Trainingsmethoden, technische Grundlagen und die Freude an der Bewegung. Gleichzeitig erzählten sie von ihrem persönlichen Werdegang, den Herausforderungen auf dem Weg zum sportlichen Erfolg und davon, wie wichtig Zielstrebigkeit, Ausdauer und Fairness sind.

Mit dabei waren Christoph Dresser, Beachvolleyballer und Teilnehmer der World Tour, Tanja Stroschneider, Hyrox-Weltmeisterin, Jana Hnilica, Europameisterin im Mountainbike-Orienteering und U23-Weltmeisterin, Phillip Aust, mehrfacher österreichischer Judomeister, Vize-Staatsmeister sowie Bundesliga-Staatsmeister, und Dominik Čertov, mehrfacher Staatsmeister im olympischen Gewichtheben.

Die knapp 30 teilnehmenden Jugendlichen zeigten während des gesamten Tages großes Interesse, hohe Motivation und viel Begeisterung. Sie nutzten die Gelegenheit nicht nur, um gemeinsam mit den Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern zu trainieren, sondern auch, um zahlreiche Fragen zu stellen. Gerade im Jugendvollzug ist dies ein wichtiger Beitrag zur Resozialisierung und zur Entwicklung neuer Zukunftsperspektiven.

Den gelungenen Abschluss bildete eine Autogrammstunde mit den Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern. Die Autogrammkarten waren innerhalb kürzester Zeit äußerst begehrt und fanden großen Anklang bei den Jugendlichen. Im anschließenden persönlichen Austausch blieb ausreichend Zeit für Gespräche und individuelle Fragen. Die lockere Atmosphäre ermöglichte Begegnungen auf Augenhöhe und hinterließ bei den Jugendlichen ebenso wie bei den Athletinnen und Athleten einen bleibenden Eindruck.